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TERMINE

11.5.12 InHouse Demo in Schönefeld Im Terminal A,

04.06.2012  Beginn des Volksbegehren

 

"Willkommen in Brandenburg - wir können alles außer Flughafen"

P R E S S  E M I T T E I L U N G    von   BLiZ 08.05.2012

Willkommen in Berlin und Brandenburg:

Wir können alles, außer Flughafen!

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BER-Eröffnung in letzter Minute verschoben – Chance für Lärmschutz und Klagen, Vergeudung von Mitteln, die für Schwerstbetroffene dringend benötigt werden.

In einem Gespräch mit dem Tagesspiegel vom 31.10.2011 hatte Hartmut Mehdorn, der neue Air Berlin-Chef, die Zusammenarbeit mit Klaus Wowereit  gelobt. Er erklärte: "Der Senat habe alles unternommen, um den Flughafen attraktiv zu machen, und sei auch bei Genehmigungen sehr flexibel gewesen. Da spiele es keine Rolle, dass dafür Behörden in Brandenburg zuständig waren."
Angesichts dieser immensen Macht- und Einflusssphäre der  Flughafenmacher  bewundern wir den Mut und die Standhaftigkeit der Genehmigungsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald und der Mitarbeiter des TÜV. Trotz massivem politischen Druck haben sie entschieden: Sicherheit geht vor Wirtschaftsinteressen.
Eine vergleichbar klare Haltung brauchen wir auch in der Abwägung von Lärmschutz und Profit. - Immerhin bietet der Aufschub nun die Chance, beim Lärmschutz kräftig aufzuholen, bevor die Flugzeuge fliegen. Vom Land und vom Flughafen erwarten wir hier in den kommenden Wochen allergrößte Anstrengungen. Auch für die laufenden Klagen, die voraussichtlich im Juli verhandelt werden, stellt der Verzug eine Chance dar. Denn nun werden zu diesem Zeitpunkt nicht durch einen bereits laufenden Flugbetrieb Tatsachen geschaffen.

An anderer Stelle ist mit der Verschiebung der Eröffnung jedoch niemandem gedient. Durch die Bekanntgabe in letzter Minute steigern sich die Mehrkosten ins Uferlose. Der Tagesspiegel rechnet mit 15 Millionen Euro Mehrkosten für jeden verzögerten Monat.  - Dass am BER den Tatsachen wieder einmal nicht ins Auge gesehen wurde und dass keine angemessenen Konsequenzen aus der Sachlage gezogen wurden, fügt sich nahtlos in das Bild, das die Flughafenplanung bislang abgegeben hat. Die Stichworte sind hier Standortentscheidung, Privatisierungsversuche und Flugroutenlüge.
Durch seine realitätsferne Einschätzung hat der Flughafen nun erneut Millionen riskiert und verloren. Für die Unterstützung der Schwerstbetroffenen  aber gibt es keinen finanziellen Spielraum: Der Lilienthal-Park in Waltersdorf wurde zum Gewerbegebiet umgewidmet, weil es zu laut wird, um dort zu leben. Den Menschen, die dort wohnen, wird die Umsiedlung aber nicht bezahlt. Sie würde  drei bis vier Millionen kosten. Die Einwohner von Kiekebusch erhalten keinen Lärmschutz, obwohl sie wegen der neuen Flugrouten in nur 450 Metern Höhe überflogen werden – weil die Verantwortlichen nicht willens sind, eine aktualisierte Lärmkartierung vorzulegen.

Dennoch, ein Schmunzeln sei erlaubt. Martin Henkel, Vorsitzender des Bürgervereins Leben in Zeuthen, merkt an: „An uns liegt es nicht, wir halten unsere Termine ein. Das Volksbegehren gegen den Nachtflug geht pünktlich an den Start. Die Demo-Vorbereitungen für den 3. Juni waren fertig. Die Eröffnungsparty des Flughafens wurde abgesagt, unsere Demo wird aber in voller Schönheit am neuen Eröffnungstermin stattfinden.“

 

Zitate BRUCHLANDUNG

Wer den Schaden hat
…Platzeck ist nicht in der Position, stinksauer zu sein. Stinksauer können Bürger und Parlamente sein – und zwar auf die Flughafengesellschaft und Aufsichtsräte wie Platzeck. In seiner Position kann Platzeck sich maximal attestieren, Opfer seiner Ahnungslosigkeit zu sein. Nur damit packte er sich in die politisch allerunterste Schublade: die der Blindpese als Kontrolleur. Noch schlimmer aber als ihr Blindflug im Aufsichtsrat ist das Versagen der Politiker Wowereit und Platzeck: Unter ihnen ist das größte und wichtigste Infrastrukturprojekt des Ostens zum Fiasko geworden. Sie sind mit ihrem Vorzeigeprojekt gescheitert: zwei Bruchpiloten. Abgestürzt bei Schönefeld.
Potsdamer Neueste Nachrichten

„Berlin kriegt keinen hoch“
taz

Die Völker der Welt schauen auf diese Stadt – und lachen.
Berliner Zeitung

„Kein Anschlag, kein Absturz gottlob. Dennoch wird der 8. Mai 2012 als dunkler Tag in die Berliner Flughafengeschichte eingehen. (...) Für die Flughafenmanager ist das ein Debakel.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Was für eine Blamage. (...) Erst gut drei Wochen vor dem Start soll klar sein, dass ein seit Monaten geplanter Termin nicht zu halten ist? Genauso gut könnte man Passagieren auf der Rollbahn mitteilen, dass ihr Flugzeug leider nicht abheben wird“.
Süddeutsche Zeitung

„Arm, sexy, und nun auch noch dämlich?“
Wiesbadener Kurier

„Lokalpolitische Demenz, für die es kein Pflegeheim gibt….
Tucholsky: „Es genügt nicht, keine Idee zu haben, man muss sie auch nicht ausführen können.“ Insofern könnte man den Planern des BER Respekt zollensie sind langsam dabei, Berlin zu einer flugzeugfreien Zone zu machen.
Hans-Hermann Tiedje, Chef der Berliner Medienagentur WMP Eurocom AG

Auf Twitter:
"Der Mehdorn hätte einfach das Dach des Terminals weggelassen um zu eröffnen, dann gäbs auch kein Problem mit der Entrauchung"
"Der neue Berliner Flughafen soll nun nach der Sommerpause in Betrieb gehen. Das Jahr wird noch bekanntgegeben"
"Wird der Flughafen jetzt auch umbenannt: von Willy Brandt in Lothar Späth?"
„Schließlich heißt es: Berlin, Berlin, wir FAHREN nach Berlin!"
"Brandschutz kommt so plötzlich wie bei der S-Bahn der Winter. ;-)"
"Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu eröffnen."
"Kaum ist der Mehdorn von der Bahn ins Flug -Business gewechselt, schon verspäten sich ganze Flughäfen"
 

Aktualisiert (Donnerstag, den 10. Mai 2012 um 09:49 Uhr)

 

DER SOMMER IST GERETTET

Kein Grund zur Freude für niemand
Von Michael Fürst
Nach der Bruchlandung am Dienstag haben wir Anwohner erst einmal aufgeatmet, die eine
oder andere Flasche Sekt wurde aufgemacht. - Nachtschlaf und Gesundheit sind erst einmal
gesichert und die Gartensaison 2012 ist gerettet – so Petrus will. Aber bei einem Blick in die
Zukunft muss man erkennen: Dieser Flughafen ist ein Desaster für alle Betroffenen:
Die Anwohner, die Fluggesellschaften, die Passagiere, die Geschäftsleute, die Beschäftigten
und vor allem die Steuerzahler. (mehr....)

 

VOLKSBEGEHREN für ein Nachtflugverbot

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Volksinitiative für ein Nachtflugverbot startet in die 2. Runde
 

80.000 Unterschriften sind nötig!

 

Der Eintragungszeitraum beginnt am
4. Juni 2012 und endet am 3. Dezember 2012.

Die Volksinitiative für ein landesplanerisches Nachtflugverbot am künftigen Flughafen „Willy Brandt“ von 22 – 6 Uhr hatte im vergangenen Jahr die erste Hürde von 20.000 Unterschriften mit Bravour genommen. In nicht einmal 3 Monaten war weit mehr als die erforderliche Anzahl zusammengekommen - 38.000 Stimmen konnten durch die Initiatoren an die Landesregierung übergeben werden.

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